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Jack Unterweger
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Johann âJackâ Unterweger (* 16. August 1950 in Judenburg, Steiermark; â 29. Juni 1994 in Graz) war ein österreichischer Serienmörder, der in der Haft zu schreiben begann und dadurch Bekanntheit erlangte. FĂŒr neun weitere Morde nach seiner vorzeitigen Haftentlassung wurde er in erster Instanz erneut zu lebenslanger Haft verurteilt.
Contents
âą Leben
âą Werke
âą Rezeption
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
âą Anmerkungen
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Leben
Herkunft und Jugend
Jack Unterweger wurde als unehelicher Sohn der KĂ€rntner Kellnerin Theresia Unterweger geboren. Seinen Vater, einen in der amerikanischen Besatzungszone stationierten US-Soldaten, lernte er nie kennen, dieser soll sich niemals zu seinem Sohn bekannt haben.cite-ref-profil-20150829-1-0[1] Die Annahme, Jacks Mutter sei Prostituierte gewesen,cite-ref-news-20170704-2-0[2] genĂ€hrt nicht zuletzt durch den âautobiografischen, oft die Tatsachen verfĂ€lschenden Roman âFegefeuerââ (1983),cite-ref-profil-20150829-1-1[1] gilt inzwischen als widerlegt.cite-ref-kurier-20191004-3-0[3] Aufgewachsen ist Unterweger ohne seine Mutter in der Ortschaft ĂuĂere Wimitz im KĂ€rntner Pisweg im Wimitzgraben bei seinem GroĂvater mĂŒtterlicherseits, Ferdinand Wieser, der als ârauer Geselleâ beschrieben wird und zusammen mit seinem Enkel bei regelmĂ€Ăigen Raubtouren Nutztiere stahl.cite-ref-news-20170704-2-1[2]cite-ref-kabel1-20150809-4-0[4]cite-ref-meinbezirk-20140624-5-0[5] Er selbst bezeichnete sich in Fegefeuer âals Opfer einer brutalen Kindheit unter einem versoffenen, herumhurenden GroĂvaterâ.cite-ref-profil-20150829-1-2[1]
1966 wurde Unterweger in St. Veit an der Glan wegen Diebstahls zu einer bedingten Haftstrafe von drei Tagen verurteilt und fĂŒr ein Jahr in die Bundesanstalt fĂŒr ErziehungsbedĂŒrftige in Kaiser-Ebersdorf eingewiesen. Nach seiner Entlassung arbeitete er als Kellner. In dieser Zeit beging er weitere DiebstĂ€hle und EinbrĂŒche und fiel wegen einiger Gewaltdelikte gegen Frauen und wegen ZuhĂ€lterei auf.
Im Mai 1974 unternahm Jack Unterweger nach eigenen Angaben einen Suizidversuch mit Drogen, wurde aber gerettet und nach neun Tagen in der Psychiatrie entlassen.cite-ref-6[6]
Mord, rechtskrÀftige Verurteilung und Haft
Am 12. Dezember 1974, als er eine Bekannte in Hessen besuchte, begegneten die beiden Margret SchĂ€fer, die auf dem Weg von einer Weihnachtsfeier nach Hause war, und begleiteten sie. Sie fesselten das Opfer in dessen Wohnung im Elternhaus, stahlen ihr Geld und flĂŒchteten dann mit der immer noch Gefesselten. AuĂerhalb von Ewersbach in einem WaldstĂŒck schlug Unterweger nach eigenen Angaben schlieĂlich mehrfach mit einer Stahlrute auf Hals und Kopf des Opfers ein. AnschlieĂend strangulierte er die Frau mit dem Draht ihres BĂŒstenhalters. Am 1. Juni 1976 wurde Unterweger am Landesgericht Salzburg wegen dieses Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt und aufgrund seiner besonderen GefĂ€hrlichkeit in der Justizanstalt Stein inhaftiert.
Bereits im April 1973 hatte man Unterweger verdĂ€chtigt, in Salzburg die 23-jĂ€hrige Marica Horvath ermordet zu haben. Er wurde dafĂŒr aber nie angeklagt, da die Ermittlungen eingestellt wurden, nachdem er fĂŒr den Mord an Margret SchĂ€fer zu lebenslanger Haft verurteilt worden war.
âHĂ€fenliteratâ
Unterweger begann in der Haft zu schreiben. Nach seinem DebĂŒt, dem Gedichtband Tobendes Ich, folgten unter anderem die autobiografischen Romane Fegefeuer oder die Reise ins Zuchthaus und Kerker, die ErzĂ€hlungen Va Banque, Mare Adriatico und 99 Stunden sowie zahlreiche Gutenachtgeschichten fĂŒr die Sendung Das TraummĂ€nnlein kommt des ORF. Er wurde daher bald als âHĂ€fenliteratâ und âHĂ€fân-Poetâ, auĂerhalb Ăsterreichs, wo der typisch österreichische Ausdruck âHĂ€fânâ nicht bekannt ist, entsprechend als âKnastpoetâ und in den USA als âJack the Writerâ bekannt. Fegefeuer wurde 1988 unter der Regie von Wilhelm Hengstler verfilmt, wobei Unterweger am Drehbuch mitgewirkt hatte. Bobby Prem spielte Jack und JĂŒrgen Goslar den GroĂvater. Unterweger gab von 1985 bis 1989 die Literaturzeitschrift Wort-BrĂŒcke heraus, von der zwölf Nummern erschienen. Prominente BeitrĂ€ger waren unter anderen Elfriede Jelinek, Franz Kabelka und Andrea Wolfmayr.
Im Jahr 1989 erhielt er den Ingeborg-Drewitz-Literaturpreis fĂŒr Gefangene.cite-ref-7[7]
Es ist inzwischen stark strittig, ob Jack Unterweger tatsÀchlich Autor z. B. seines biografischen Erfolgsromans Fegefeuer oder die Reise ins Zuchthaus war. Als wahrscheinlicher gilt, dass dieses Buch und auch andere Texte von Sonja von Eisenstein verfasst wurden, die eng mit ihm zusammenarbeitete. GrundsÀtzlich ist bekannt, dass Unterweger hÀufiger fremde Texte als eigene ausgab.cite-ref-8[8]
Entlassung aus der Haft
Die damalige österreichische Kulturszene prĂ€sentierte Unterweger daraufhin als Paradebeispiel fĂŒr eine geglĂŒckte Resozialisierung. Es folgten Petitionen zahlreicher Intellektueller (unter anderem Ernest Borneman, Milo Dor, Erich Fried, Barbara Frischmuth, GĂŒnter Grass, Ernst Jandl, Peter Huemer, Elfriede Jelinek, GĂŒnther Nenning und Erika Pluhar), die schlieĂlich zu seiner vorzeitigen Entlassung fĂŒhrten.
Nach AbbĂŒĂung von 16 Jahren seiner Strafzeit kam er nach Zustimmung des Justizministers Egmont Foregger auf Rechtsbasis von § 46 Abs. 5 StGBcite-ref-stgb-46-9-0[Anm. 1] am 23. Mai 1990 ohne weitere Auflagen auf BewĂ€hrung frei.
Danach wurde Unterweger auf Partys herumgereicht und war Teil der sogenannten Seitenblickegesellschaft.cite-ref-sn-20181219-u-0920-10-0[9]
Mordserie und Anklage
Sechs Monate nach der Entlassung Unterwegers aus der Haft begann eine Serie von Morden, der innerhalb eines Jahres elf Prostituierte zum Opfer fielen (acht in Prag, Graz, Lustenau und Wien, drei in Los Angeles). Alle Opfer wurden auf die gleiche Weise getötet â der TĂ€ter band ihre UnterwĂ€sche zu einem Henkersknoten und strangulierte sie damit. Unterweger geriet in Verdacht und floh mit seiner minderjĂ€hrigen Freundin ĂŒber die Schweiz in die USA. Am 27. Februar 1992 wurde er vom FBI in Miami festgenommen, als er versuchte, einen Vorschuss fĂŒr ein Interview mit dem Magazin Erfolg des spĂ€teren GlĂŒcksspiel-Lobbyisten Gert Schmidt zu kassieren.
Unterweger bestritt die ihm zur Last gelegten Taten bis zuletzt. Es gab jedoch schwerwiegende Indizien gegen ihn. So wurde auf dem Autositz seines BMW ein Haar gefunden, das nach einem â zum ersten Mal vor Gericht zugelassenen â DNA-Gutachten mit einer rechtlich signifikanten Wahrscheinlichkeit der in Prag ermordeten Frau zugeordnet werden konnte. An der Kleidung eines anderen Opfers waren Textilfasern gefunden worden, die mit dem Material von Unterwegers Schal identisch waren. Höchst belastend war auch, dass er sich bei allen elf, geografisch weit auseinanderliegenden Verbrechen an den jeweiligen Tattagen nachweislich (z. B. fĂŒr eine Lesung) in der jeweiligen Region aufgehalten hatte â was mit Zufall schon kaum erklĂ€rbar war â, fĂŒr die eigentlichen Tatzeiten aber in keinem einzigen Fall ein Alibi vorweisen konnte. Auch war die Mordserie, die kurz nach seiner Haftentlassung begonnen hatte, nach seiner erneuten Verhaftung abrupt zu Ende.
In dem vor einem Grazer Geschworenengericht am 20. April 1994 begonnenen Prozess, der unter groĂem Medienandrang stattfand, zeigte sich Unterweger gut vorbereitet: âIm schicken Anzug trat er in den Saal, spielte einmal mehr den intellektuellen Lebemann. In seinem PlĂ€doyer sagte erâ:cite-ref-vice-20170923-11-0[10]
âMeine Damen und Herren Geschworenen, wir sind jetzt fĂŒr die nĂ€chsten zwei Monate zusammen, und ich möchte kein steriler Schauspieler sein. Ich möchte es mit Ihnen so haben wie im Kaffeehaus. Falls Sie Fragen haben, stellen Sie sie bitte, und ich werde Ihnen auf alles, wirklich alles, Antwort geben. Sehen Sie, ich habe den groĂen Vorteil, dass ich nichts zu verbergen habe, da ich nicht der Mörder bin. Wenn Sie mich bei einer LĂŒge erwischen, dann verurteilen Sie mich.â
â
Jack Unterweger
:
Zitiert nach
Vice.com
,
2017.
Verurteilung und Tod
Am 29. Juni 1994 verurteilte das Geschworenengericht Unterweger wegen neunfachen Mordes neuerlich zu lebenslanger Haft, dieses Mal ohne die Möglichkeit einer Strafaussetzung zur BewÀhrung. Da es in zwei weiteren FÀllen keine verwertbaren Spuren an den Leichen gab und ihm die beiden Taten daher nicht nachzuweisen waren, wurde er in diesen FÀllen freigesprochen.
Unterwegers damaliger Strafverteidiger Georg Zanger Ă€uĂerte 2015 in der Zeitschrift profil die Ansicht, dass âeine Vorverurteilung im Mainstream bereits stattgefundenâ habe, und meinte weiter: âDen Geschworenen ging es gar nicht darum, die Beweislage abzuwĂ€gen, sondern sie sahen in Unterweger einen bereits Schuldigen, dem sie es zeigen wollten.âcite-ref-profil-20150829-1-3[1] Die Filmemacherin Elisabeth Scharang, die fĂŒr ihren Film Jack auch im Gerichtsarchiv recherchierte, legte gegenĂŒber dem profil im selben Artikel dar, dass âman zwar Einsicht in den Akt nehmen [könne], nur fehle ein GroĂteil der Unterlagen, wie eine Menge gĂ€hnend leerer Mappen in dem Ordner beweist.âcite-ref-profil-20150829-1-4[1] DarĂŒber hinaus erklĂ€rte Scharang zur Schuldfrage:
âIch halte mich da an die Aussage von Alfred Noll, der als junger Rechtsanwaltskonzipient in der Kanzlei Georg Zanger mit Unterwegers letztem Prozess betraut war. Der sagte: âEs ist sehr wahrscheinlich, dass er es war, es ist aber auch sehr wahrscheinlich, dass er es nicht war.â In unserem Rechtssystem sollte jedoch im Zweifel fĂŒr den Angeklagten gelten.â
â
Elisabeth Scharang
:
In:
profil.at,
2015
Unterweger wurde in einem Urnengrab in Oberösterreich bestattet, fĂŒr dessen Gestaltung die AnwĂ€ltin Astrid Wagner verantwortlich war; in den Stein lieĂ sie nur die Initialen von Jack Unterweger ritzen sowie einen Satz von Hermann Hesse: âUnd zu Ende ist die Qual, und die Kette bricht.â Der genaue Standort des Grabs ist nicht bekannt.cite-ref-15[14]
Rechtskraft der Verurteilungen und Diktion
Das Urteil des Geschworenengerichts vom Juni 1994 fĂŒr die neun zur Last gelegten Morde in Ăsterreich, Prag und Los Angeles wurde nicht rechtskrĂ€ftig, da das Verfahren â wie es das österreichische Strafrecht fĂŒr einen solchen Fall vorsieht â mit Unterwegers Tod eingestellt wurde. Daran knĂŒpft sich die Frage, ob er als âmutmaĂlicher Serienmörderâ oder ob er ohne Verletzung des postmortalen Persönlichkeitsrechts auch als âSerienmörderâ bezeichnet werden darf. Folgt man der aktuellen Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs (unter Zugrundelegung des Anlass gebenden Medienverfahrens im Fall Rachat Ălijew, OGH 6 Ob 226/16 b, 2017cite-ref-ogh-6ob226-16b-16-0[15]), so schĂŒtzt zwar § 7b Abs. 1 MedienGcite-ref-medieng-7b-17-0[Anm. 2] nicht vor einer postmortalen Verletzung der Unschuldsvermutung (unter Bezugnahme auf OGH 4 Ob 184/97 f, 1997cite-ref-ogh-4ob184-97f-18-0[16]), einer âimmerwĂ€hrenden Unschuldsvermutungâ erteilte der OGH aber eine Absage. Ebenso bejahte der OGH in der InteressenabwĂ€gung in diesem Rechtsfall âein [âŠ] InformationsbedĂŒrfnis [der Allgemeinheit], weil in den (schwerwiegenden) TatvorwĂŒrfen aufgrund des [âŠ] Zusammenhangs ein Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs ĂŒber ein Ereignis von öffentlichem Interesse erblickt werden konnteâ. Andererseits âweist der OGH [âŠ] dem Urheber der VorwĂŒrfe die Beweislast fĂŒr deren Wahrheitsgehalt zu. Dies entspricht der Beweislast bei Ehrenbeleidigungen [âŠ], ergibt sich aber auch aus dem Umstand, dass ein Strafverfahren zur KlĂ€rung der VorwĂŒrfe gegen den Verstorbenen nicht mehr durchgefĂŒhrt werden kann. [âŠ] Deshalb ist es auch geboten, im Zivilverfahren strafgerichtliche MaĂstĂ€be anzulegen, sodass insb[esondere] in dubio pro reo zu entscheiden ist. Daher sind die VorwĂŒrfe nur zulĂ€ssig, wenn das Vorliegen einer Straftat im Zivilprozess mit der Sicherheit des Strafverfahrens bewiesen wirdâ (Bernhard Burtscher, ĂJZ, 14/2018).cite-ref-jz-2018-14-19-0[17]
Werke
âą 1982: Tobendes Ich (Lyrik)
âą 1983: Worte als BrĂŒcke (Lyrik, Prosa) â mit Grete Wassertheurer
âą 1983: Fegefeuer oder die Reise ins Zuchthaus (autobiografischer Roman)
âą 1984: Bagno (Prosa)
âą 1985: Endstation Zuchthaus (Drama)
âą 1985: Kerkerzeit (Lyrik)
âą 1985: Wenn Kinder Liebe leben (Gutenachtgeschichten)
âą 1986: Va Banque (Roman)
âą 1987: Reflexionen (Lyrik)
âą 1990: Schrei der Angst (Drama)
⹠1990: Mare Adriatico (ErzÀhlung)
âą 1990: Kerker (Prosa)
âą 1992: Dangerous Criminal (Lyrik, Prosa)
⹠1994: 99 Stunden (dokumentarische ErzÀhlung)
Rezeption
Das Leben Unterwegers diente als Vorlage fĂŒr die TheaterstĂŒcke Black Jack von Franzobel und The Infernal Comedy, das 2008 mit John Malkovich in Santa Monica, Kalifornien, uraufgefĂŒhrt wurde. Der Fall Unterweger wurde auch in der 2010 erstmals auf VOX ausgestrahlten Dokumentation Das Böse nebenan â wenn Menschen zu Bestien werden behandelt. Bereits 1988 hatte der österreichische Schriftsteller und Regisseur Wilhelm Hengstler unter dem Titel Fegefeuer Unterwegers Autobiographie verfilmt. Unterweger schrieb das Drehbuch selbst.
Die österreichische Horrorpunk-Musikgruppe Bloodsucking Zombies from Outer Space behandelt Unterweger ironisch in ihrem Lied Legendary Jack.cite-ref-golyr-de-od-20-0[18] Auch der deutsche Underground-Autor Franz Dobler widmet ihm ein Kapitel in seinen Letzten Stories.cite-ref-dobler-2010-21-0[19]
Der Film Jack von Elisabeth Scharang erzÀhlt die Geschichte von Unterweger als Spielfilm und hatte im August 2015 beim Filmfestival Locarno Premiere.cite-ref-wz-20150809-22-0[20]cite-ref-kurier-20150808-23-0[21] Der ORF strahlte den Film erstmals im Dezember 2017cite-ref-kleinez-20171210-24-0[22] sowie im JÀnner 2018 in der Reihe Der österreichische Film in ORF III aus.cite-ref-tvorfat-20180131-25-0[23]
Den Fall Unterweger stellt auch das Wiener Kriminalmuseum mit KleidungsstĂŒcken, Bildern und Pressetexten dar.
Die österreichische Death-Metal-Musikgruppe Monument of Misanthropy widmete Jack Unterweger ein gesamtes Konzeptalbum mit dem Namen âUnterwegerâ. Das Album wurde am 12. November 2021 unter dem Label Transcending Obscurity Records veröffentlicht.cite-ref-26[24]
Der deutsche Rapper Morlockk Dilemma steuerte zu dem 2017 erschienenen Gemeinschaftsalbum Hexenkessel EP 1+2 den Titel Jack bei, in dem er Bezug auf das Leben Unterwegers nimmt.
In seinem dritten Roman Mordsmann verarbeitete Ernst Geiger den Fall Unterweger.cite-ref-27[25]
Literatur
âą Gert Schmidt, Gerlinde Wambacher, Heinz Wernitznig: Wenn der Achter im Zenit steht⊠Causa Jack Unterweger: Die Dokumentation. âErfolgâ-Zeitschriften-Holding, Wien 1993. (Volltext Online auf der Website causa-jack-unterweger.com. Hrsg. Omnia Online Medien.)cite-ref-kurier-19931006-29-0[27]cite-ref-buecherzimmer-20141029-30-0[28]
âą 2. Auflage als E-Book, Omnia Communication-Centers, Wien 2010. (Volltext Online (PDF; 29 MB) auf der Website causa-jack-unterweger.com. Hrsg. Omnia Online Medien.)
âą Gisela Friedrichsen: Strafjustiz: âDie haben sich verkrĂŒmeltâ. In: Der Spiegel. Nr. 27, 1994, S. 86â89 (online).
⹠Willi Winkler: Das TraummÀnnlein: Jack Unterwegers Reise in die Welt der Schreibe. Ein Nachruf auf den Schriftsteller. In: Die Zeit, Nr. 28/1994, 8. Juli 1994 (online)
âą Astrid Wagner: Jack Unterweger: ein Mörder fĂŒr alle FĂ€lle. Militzke, Leipzig 2001, ISBN 3-86189-232-4. (SpĂ€tere Auflagen unter dem Titel Mörder, Dichter, Frauenheld: Der Fall Jack Unterweger.)
⹠Ernst Geiger: Es gibt durchaus noch schöne Morde: Die spannendsten und skurrilsten KriminalfÀlle der letzten 25 Jahre. Kremayr & Scheriau, Wien 2005, ISBN 3-218-00759-3.
âą John Leake: Entering Hades: The Double Life of a Serial Killer. Farrar, Straus and Giroux, New York 2007, ISBN 978-0-374-14845-4 (englisch).
âą John Leake: Der Mann aus dem Fegefeuer: Das Doppelleben des Jack Unterweger. Ăbersetzt aus dem Amerikanischen Englisch von Clemens J. Setz. Residenz, St. Pölten 2008, ISBN 978-3-7017-3101-5.cite-ref-diepresse-20080905-33-0[31]
âą Andreas Binder: Jack Unterweger, Literat. Analyse der autobiografischen Prosatexte â99 Stundenâ und âFegefeuer oder die Reise ins Zuchthausâ, unter BerĂŒcksichtigung der historischen Rezeption und der literarischen Traditionen. Univ. Masterarbeit, Graz 2013.
⹠Astrid Wagner: Verblendet. Die wahre Geschichte der AnwÀltin, die sich in den Mörder Jack Unterweger verliebte. Seifert, Wien 2014, ISBN 978-3-902924-50-6.
âą Astrid Wagner: Kannibalenzeit. Der Fall Jack Unterweger. Seifert Verlag, Wien 2014, ISBN 978-3-902924-22-3.
âą Thomas Diecks: Unterweger, Jack (eigtl. Johann). In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 26. Duncker & Humblot, Berlin 2016, ISBN 978-3-428-11207-4, S. 656â657 (deutsche-biographie.de).
âą Astrid Wagner, Jack Unterweger: "Ich habe wie eine Ratte gelebt!". Das Prozess-Tagebuch von Jack Unterweger. Seifert Verlag, Wien 2019, ISBN 978-3-902924-93-3.
âą Malte Herwig: Austrian Psycho. Jack Unterweger. Molden, Wien 2024, ISBN 978-3-222-15112-5; Rezension in der Kleinen Zeitung
âą Podcast von Yvonne Widler, am 14. MĂ€rz 2025 in der Podcast-Serie "Dunkle Spuren" der Tageszeitung Kurier veröffentlicht; am 11. Mai 2025 folgte ein ausfĂŒhrlicher Artikel der Autorin ĂŒber Jack Unterweger in der Printausgabe (S. 22â23, hinter einer Bezahlschranke).
Weblinks
âą Literatur von und ĂŒber Jack Unterweger im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
âą Jack Unterweger bei IMDb
âą Jack Unterweger â Fundstellen im Archiv der ORF-TVthek.
âą Jack Unterweger â Der GefĂ€ngnis-Poet â ZDFinfo Doku, Video verfĂŒgbar bis 13. August 2024, von 20 bis 6 Uhr
âą âDas Böse beginnt dann, wenn der Mensch sich nicht in andere hineinfĂŒhltâ. Gerichtspsychiater Haller ĂŒber die Ursachen brutaler Gewaltverbrechen. Reinhard Haller im GesprĂ€ch mit Ulrike Timm. In: Deutschlandfunk Kultur, 2. April 2012.
âą Robert Stammler: Poet und Mörder: Vor 25 Jahren starb Jack Unterweger. Zu lebenslang verurteilt, erhĂ€ngte sich der mutmaĂliche Frauenmörder in seiner Zelle. In: OĂNachrichten, 29. Juni 2019.
âą Darin: Verliebt in Jack Unterweger: âDas Verruchte an ihm hat mich fasziniertâ. Die RechtsanwĂ€ltin Astrid Wagner verliebte sich als junge Juristin in den mutmaĂlichen Serienmörder. âMenschen verĂ€ndern sich im Lauf der Zeit. Ich sehe heute vieles andersâ, sagt sie zum 25. Todestag Unterwegers im OĂN-Interview.
âą Yvonne Widler: Psychiater Haller: âGefĂ€hrlich ist nicht der finstere Wald, sondern das eigene Heimâ. Reinhard Haller ist einer der renommiertesten Psychiater des Landes. Im Video-Interview spricht er ĂŒber Jack Unterweger, Franz Fuchs, seinen Alltag und MĂ€ngel im System. In: Kurier, 6. Oktober 2019.cite-ref-kurier-20191004-3-1[3]
âą Philipp Fleiter: #30 Jack Unterweger: Dichter, Denker, Killer: Verbrechen von nebenan: True Crime aus der Nachbarschaft
âą Franziska Singer: Episode 21: Jack Unterweger: Darf's ein bisserl Mord sein?
âą Archivaufnahmen mit Jack Unterweger im Onlinearchiv der Ăsterreichischen Mediathek (RadiobeitrĂ€ge, Interviews)
Einzelnachweise
cite-note-profil-20150829-11. â Angelika Hager, Florian SupĂ©: Jack Unterweger: Der Party-Killer. Sadist, Mörder, Schriftsteller, FrauenverfĂŒhrer und Resozialisierungs-Darling: Jack Unterweger ist auch 21 Jahre nach seinem Selbstmord der Popstar unter Ăsterreichs Verbrechern. Jetzt wurde sein Leben erneut verfilmt und gibt noch immer RĂ€tsel auf. In: profil.at, 29. August 2015, abgerufen am 16. JĂ€nner 2020. Zum angefĂŒhrten Film Jack (2015) von Elisabeth Scharang siehe auch: Stefan Grissemann: Elisabeth Scharangs âJackâ: Offen fĂŒr alles. In: profil.at, 29. August 2015, abgerufen am 16. JĂ€nner 2020.
cite-note-news-20170704-22. â Zu Unterwegers Mutter als angebliche Prostituierte siehe zum Beispiel bei Carina Pachner: Jack Unterweger: Die Akte des Frauenmörders. Er war Literat, Frauenheld und Mörder â Die Fakten zu dem berĂŒhmten Fall. In: News.at, 4. Juli 2017, abgerufen am 16. JĂ€nner 2020.
cite-note-meinbezirk-20140624-55. â Peter Pugganig: âJack Unterweger war ein Kind der Wimitzâ. Die WOCHE verfolgt die Kindheitsspuren des vor 20 Jahren verstorbenen Mörders. In: meinbezirk.at, 24. Juni 2014, abgerufen am 16. JĂ€nner 2020. Darin u. a.: âĂber âHansiâ Unterwegers erste Volksschulzeit (ab 1956) in Pisweg, weiĂ Ingrid Sabitzer-Vizthum Authentisches zu berichten: âMax Vizthum, mein Vater, war Direktor und meine Mutter Ottilie Vizthum seine Klassenlehrerinâ, sagt die PĂ€dagogin. âUnterwegers GroĂvater, Ferdinand Wieser, bei dem der Bub im Wimitzgraben aufwuchs, war als Trunkenbold und Spieler bekannt. Er war gewalttĂ€tig, auch zu den vielen Frauen, die in der kleinen Keusche ein- und bald wieder auszogen. Das Kind verwahrloste zusehends. Mein Vater brachte ihm bei, wie man Klopapier benutzt, das er zuvor nicht gekannt hatteâ, erzĂ€hlt Sabitzer-Vizthum.â
cite-note-66. â Jack Unterweger im Interview mit Ă1-Journalist Peter Huemer. 1989, abgerufen am 4. Mai 2021.
cite-note-77. â Hans-Dieter Otto: Das Lexikon der JustizirrtĂŒmer. 2003, S. 309.
cite-note-88. â Malte Herwig - Podcast: Jack: Gier frisst Schönheiten. Folge 3: Weg in die Freiheit. 2022
cite-note-sn-20181219-u-0920-109. â 100 Jahre Republik. Serie zu: Ein Land macht Erfolgsgeschichte. 100 Jahre Republik Ăsterreich: Diesem JubilĂ€um haben die âSalzburger Nachrichtenâ mit Beginn des Jahres 2018 einen Schwerpunkt gewidmet. In: SN.at, zuletzt aktualisiert am 19. Dezember 2018. Darin: Der gelĂ€uterte âHĂ€fenliteratâ wird in der âSeitenblickeâ-Gesellschaft herumgereicht, Frauen liegen ihm zu FĂŒĂen. Kurz nach seiner Entlassung beginnt die Mordserie â Karin Portenkirchner: 1992 â Jack Unterweger geht dem FBI ins Netz Mörder und Frauenheld: Einer der berĂŒhmtesten österreichischen Kriminellen ist gefasst. In: SN Plus (zahlungspflichtig), 20. September 2018, abgerufen am 16. JĂ€nner 2020. Vgl. auch: Unterweger war z. B. mehrfach im namensgebenden Fernsehmagazin Seitenblicke des ORF zu sehen.
cite-note-1211. â Angelika Hager: Jack Unterweger: Der Party-Killer. In: profil.at. 29. August 2015, ehemals im Original (nicht mehr online verfĂŒgbar); abgerufen am 27. Dezember 2021: â⊠durch ErhĂ€ngen mit der Kordel seiner Jogginghose und einem SchnĂŒrsenkel. Wie bei den Opfern der Mordserie wies der Knoten der Kordel die gleichen komplizierten Merkmale auf.â
cite-note-1312. â Hannes Hofbauer: Der letzte Spezialknoten von Jack Unterweger. In: Neues Deutschland. 1. Juli 1994, abgerufen am 26. Dezember 2021.
cite-note-1514. â Die hier beschriebenen Details ĂŒber Unterwegers Grab stammen aus einem Artikel der Kronenzeitung vom 12. JĂ€nner 2025, der Jack Unterwegers einzigem Enkelsohn gewidmet ist, welcher schon seit seinen Kindertagen eine kriminelle Karriere eingeschlagen hat und sich seinem GroĂvater wesensverwandt fĂŒhlt ("Ich fĂŒhle, ich weiĂ es: Ich bin meinem Opa recht Ă€hnlich", in: Kronenzeitung, 12. JĂ€nner 2025, S. 32â34, auf S. 33 ist ein Foto von Astrid Wagner neben Unterwegers Grab zu sehen; die Onlineversion des Artikels trĂ€gt einen anderen Titel und befindet sich hinter einer Bezahlschranke).
cite-note-ogh-6ob226-16b-1615. â Entscheidung des OGH, 6 Ob 226/16 b, 25. Oktober 2017 (Entscheidungstext Online im Rechtsinformationssystem des Bundes).
cite-note-ogh-4ob184-97f-1816. â Entscheidung des OGH, 4 Ob 184/97 f, 23. September 2017 (Entscheidungstext Online im Rechtsinformationssystem des Bundes).
cite-note-jz-2018-14-1917. â Bernhard Burtscher: Anmerkung (in eingefĂ€rbtem Kasten). In: Christoph Brenn, Helge Hoch, Eckart Ratz, Ronald Rohrer, Martina Weixelbraun-Mohr: Kein Schutz der Unschuldsvermutung ĂŒber den Tod hinaus. In: Evidenzblatt der Rechtsmittelentscheidungen. Ăsterreichische Juristen-Zeitung (ĂJZ) 2018, S. 651â654; hier insb. S. 654 (Volltext Online (PDF; 11 MB) auf der Website des Lehrstuhls BĂŒrgerliches Recht und Zivilverfahrensrecht, WirtschaftsuniversitĂ€t Wien, abgerufen am 16. JĂ€nner 2020.)
cite-note-golyr-de-od-2018. â Legendary Jack Lyrics: Bloodsucking Zombies From Outer Space. (Titel 9 des Albums Clash of the Monsters.) Text des Liedes. In: Golyr.de. Reinhardt Internet Media (Hrsg.), ohne Datum, abgerufen am 16. JĂ€nner 2020.
cite-note-wz-20150809-2220. â Alexandra Zawia: Nachlese 2015: Ein Mörder aus Ăsterreich. âJackâ von Elisabeth Scharang feierte Premiere in Locarno. Die Regisseurin im GesprĂ€ch. In: Wiener Zeitung, 9. August 2015, abgerufen am 16. JĂ€nner 2020.
cite-note-kleinez-20171210-2422. â Bernd Melichar: Heute im ORF: Der Fall Jack Unterweger. Im Film âJackâ von Elisabeth Scharang steht ein Mann im Mittelpunkt, der sich gerne dort aufhielt: Jack Unterweger. In: Kleine Zeitung, 10. Dezember 2017, abgerufen am 16. JĂ€nner 2020.
cite-note-tvorfat-20180131-2523. â Der österreichische Film: Jack. (Memento des Originals vom 5. Februar 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/tv.orf.at Elisabeth Scharang zeigt das rasante und eindringliche Psychogramm eines HĂ€fenpoeten und möglichen Serienmörders namens Jack Unterweger. ORF III, 31. JĂ€nner 2018. In: tv.ORF.at, abgerufen am 16. JĂ€nner 2020.
cite-note-2624. â Monument of Misanthropy: Unterweger (Review/Kritik) - Album-Rezension (Death Metal). Abgerufen am 4. Januar 2022.
cite-note-2725. â Ex-Chefermittler schrieb Fakten-Roman ĂŒber Jack Unterweger. In: apa.at. 13. Januar 2024, abgerufen am 13. Januar 2024.
cite-note-2826. â JACK. Gier frisst Schönheiten. Abgerufen am 4. MĂ€rz 2024.
cite-note-buecherzimmer-20141029-3028. â Anja vom kleinen BĂŒcherzimmer: Schmidt, Wambacher-Culik, Wernitznig ~ Wenn der Achter im Zenit steht. In: Mein Kleines BĂŒcherzimmer. â Rezensionen von A bis Z. Blog, 29. Oktober 2014, abgerufen am 16. JĂ€nner 2020.
cite-note-meinbezirk-20130619-3230. â âMein Leben mit Jack Unterwegerâ. Bianca Mrak erzĂ€hlt von ihrer Liebesbeziehung mit dem neunfachen Serienmörder. Interview mit den BezirksblĂ€ttern. In: meinbezirk.at, 19. Juni 2013, abgerufen am 16. JĂ€nner 2020.
cite-note-diepresse-20080905-3331. â Wilhelm Hengstler: Hunger und Blutdurst. Wie eine spannende Fiktion liest sich John Leakes penible Dokumentation ĂŒber JackUnterweger, der (mindestens) zehn Frauen ermordet hat. Vom Modellfall des sozialen Strafvollzugs zum Klassiker heimischer Sexualverbrecher. Rezension. In: Die Presse, 5. September 2008, abgerufen am 16. JĂ€nner 2020.
Anmerkungen
cite-note-stgb-46-9Anm. 1. â § 46 Abs. 5 StGB in der damalig geltenden Fassung vom 1. MĂ€rz 1988: âEin Rechtsbrecher, der zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden ist, darf nicht bedingt entlassen werden, bevor er fĂŒnfzehn Jahre verbĂŒĂt hat. Trifft diese Voraussetzung zu, so ist er gleichwohl nur dann bedingt zu entlassen, wenn nach seiner Person, seinem Vorleben, seinen Aussichten auf ein redliches Fortkommen und seiner AuffĂŒhrung wĂ€hrend der Vollstreckung anzunehmen ist, daĂ er in Freiheit keine weiteren strafbaren Handlungen begehen werde und es trotz der Schwere der Tat nicht der weiteren Vollstreckung bedarf, um der Begehung strafbarer Handlungen durch andere entgegenzuwirken.â
cite-note-medieng-7b-17Anm. 2. â § 7b Mediengesetz in der Fassung vom 1. Juli 2005: âSchutz der Unschuldsvermutung / § 7b. (1) Wird in einem Medium eine Person, die einer gerichtlich strafbaren Handlung verdĂ€chtig, aber nicht rechtskrĂ€ftig verurteilt ist, als ĂŒberfĂŒhrt oder schuldig hingestellt oder als TĂ€ter dieser strafbaren Handlung und nicht bloĂ als tatverdĂ€chtig bezeichnet, so hat der Betroffene gegen den Medieninhaber Anspruch auf eine EntschĂ€digung fĂŒr die erlittene KrĂ€nkung. Der EntschĂ€digungsbetrag darf 20 000 Euro nicht ĂŒbersteigen; im ĂŒbrigen ist § 6 [= Persönlichkeitsschutz: Ăble Nachrede, Beschimpfung, Verspottung und Verleumdung] Abs. 1 zweiter Satz anzuwenden.â